In den Viertelfinalrückspielen der Play-Offs gab es am Samstag keine Überraschungen. Durmersheim setzte sich in Halle souverän durch, genauso wie Kuppenheim gegen Jarmen im heimischen Stadion. Taifun Mörsch war schon Anpfiff siegreich, da Pattensen nicht antreten konnte und somit die Partie zugunsten für den Rekordmeister gewertet wurde. In der Platzierungsrunde setzten sich die beiden Kiersper Vereine durch und halten damit die Fahne der Nordstaffel oben. Des Weiteren steht Budel und Philippsburg als „Lucky Looser“ in der nächsten Qualifikationsrunde. Am Sonntag gewann Seelze gegen Ubstadt-Weiher. Zum Weiterkommen reichte das aber nicht.

    Nach der 3:9-Hinspielniederlage in Kierspe war der MSC Philippsburg am Samstagnachmittag auf der heimischen Platzanlage gegen den MBC in Zugzwang. Es galt einen Sechs-Tore-Rückstand vor den rund 50 Zuschauern aufzuholen. Am Ende siegten die Hausherren mit 7:2 durch Tore von Nuri Arslan (6) und Christian Scherer. Patrick Kietzmann war zweimal für Kierspe erfolgreich. Der 7:2-Sieg reichte im direkten Vergleich gegen die Sauerländer zwar nicht, aber Philippsburg steht trotzdem in der nächsten Runde dank der Lucky Looser-Regel. Denn dem MSC Malsch nutzte der 6:1-Hinspielerfolg gegen die MSF Tornado Kierspe im Rückspiel nichts. Die Badener verloren im Sauerland mit 1:8 und mussten damit aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zu Philippsburg ausscheiden. Die Tore für Tornado Kierspe erzielen vor 100 Zuschauern Patrick Licht (5), Eduard Birkheim (2) und Kai Schäfer. Felix Barié erzielte den Ehrentreffer für den MSC Malsch. Bei bestem „Sauerländer-Wetter“ mit Regen und Matsch hatten die Gäste aus Malsch keine Chance und schieden damit aus den Platzierungsspielen aus. „Wir waren vor dem Tor nicht konsequent genug, konnten unsere Chancen nicht nutzen und haben somit leider verdient verloren“, musste Malschs Sportleiter Lukas Schmidkunz nach der Partie einräumen. In Kierspe freut man sich in der nächsten Runde nun auf zwei Stadtduelle zwischen dem MSF Tornado Kierspe und dem MBC Kierspe. Philippsburg trifft in den nächsten beiden Qualifikationsspielen auf die MBV Budel. Die Niederländer gewannen auch das Rückspiel klar mit 6:0 beim MSC Kobra Malchin. Sven Neijssen (2), Stan Gielen (2), Stan Looijmans und Nick Evers erzielten die Tore für die Gäste.

    Viel vorgenommen hatten sich die Spieler des 1. MBC 70/90 Halle im Viertelfinalrückspiel der Play-Offs gegen den MSC Comet Durmersheim. Nach dem 1:6 im Hinspiel hoffte man in der Saalestadt den Rückstand vor den heimischen Fans aufzuholen. Am Ende erwiesen sich die Gäste aus der Südstaffel als zu stark und gewannen vor den 250 Zuschauern mit 8:0. „In der ersten Viertelstunde sah es bei uns noch gut aus und wer weiß, wenn wir hier in Führung gegangen wären, dann hätte sich das Spiel anders entwickeln können“, so Halles Vorsitzender Torsten Wochatz. Doch Durmersheim war am Samstagnachmittag am Ende zu stark und gewann auch in der Höhe verdient. „Durmersheim war klar besser und vor allem effektiver als wir“, gratulierte Wochatz nach der Partie fair, der trotzdem ein positives Saisonfazit zog: „Es hat zwar heute nicht geklappt, aber wir können mehr als zufrieden mit der gesamten Saison sein.“ Beim MSC Comet erzielten Michael Jochers (2), Norman Brunner, Stefan Theuermann, Kevin Tritsch, Jonas Burger, Norman König und Gero Pelic die Tore. „Nach dem Hinspiel haben wir uns intensiv auf den Gegner vorbereitet, taktische Vorgaben wurden sehr gut umgesetzt. Halle wurde in jeder Phase des Spiels von uns dominiert. Jeder Spieler kam zum Einsatz und konnte sich zu unserer Freude mit einem Tor verwirklichen. Wir sind sehr stolz“, freute sich Comets Spielertrainer Timo Brunner. Im Halbfinale geht es für den Altmeister nun gegen den MSC Taifun Mörsch.

    Im Rückspiel gegen den MSC Jarmen zeigte der Südstaffel-Meister Puma Kuppenheim eine souveräne Leistung und siegt klar mit 9:1. Vor den 350 Zuschauern führte Kuppenheim zur Halbzeit mit 3:1. Robin Benz (4.), Mac Schmitt (8.) und Robin Faisz (26.) erzielten die Tore für den Gastgeber. Robert Vaegler erzielte in der 34. Minute per Elfmeter den Ehrentreffer für die Gäste aus dem Norden. Beim Puma kamen am Samstagabend auch zahlreiche Nachwuchsspieler zum Einsatz. Die Tore erzielten aber die Stammkräfte. Jannis Schmitt (50., 61., 78.) und Max Schmitt (48., 69., 73.) machten dann am Ende alles klar. „Wir haben alle Spieler noch einmal durchrotieren lassen, sodass jeder zum Einsatz gekommen ist. Im letzten Viertel haben wir dann den Sack ganz zu gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel“, meinte Max Schmitt nach der Partie. Aber auch beim Gegner war man zufrieden mit der Leistung. „Es war ein sehr schönes und faires Spiel. Der Puma ist einfach ein Maßstab für uns. Die Mannschaft hat nicht aufgegeben und gekämpft, das ist das Wichtigste“, so Jarmens Trainer Markus Heise nach dem Spiel. Der MSC Puma Kuppenheim spielt im Halbfinale gegen den MSC Ubstadt-Weiher. 

    Der MSC Taifun Mörsch war schon vor dem Spiel im Halbfinale. Nicht nur aufgrund des klaren 11:0-Hinspielsiegs in Pattensen. Denn der MSC Pattensen konnte aufgrund verletzter und erkrankter Spiel keine Mannschaft für das Rückspiel im Erwin-Schöffel-Stadion stellen, sodass die Partie mit 5:0 für Mörsch gewertet wurde. Trotzdem gab es am Samstagabend ein Freundschaftsspiel beider Mannschaften, dass der MSC Taifun mit 25:0 gewann.

    Nach dem 10:4 im Hinspiel musste der MSC Ubstadt-Weiher im Rückspiel beim 1. MSC Seelze ums Weiterkommen zittern. Der Nordstaffel-Sieger gewann zwar mit 10:6, am Ende reichte es aber für die Niedersachsen nicht ins Halbfinale einzuziehen. Dort steht nun der amtierende deutsche Meister und wird auf den MSC Puma Kuppenheim treffen. Es war eine umkämpfte Partie vor den 200 Zuschauern im Stadion am Kanal. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen durch Vygandas Zilius (1.) und Tobias Hahnenberg (3.) schnell mit 2:0 in Führung. Dennis Ring konnte aber in der 11. und 15. Minute ausgleichen. Dovydas Zilius erzielte kurz vor Viertelende die erneute Führung für Seelze. Im zweiten Abschnitt drückten die Hausherren aufs Tempo. Dovydas Zilius baute den Vorsprung in der 36. und 40. Minute auf 5:3 aus. Ring konnte in der 39. Minute noch einmal für die Spargelstädter verkürzen. Im dritten Abschnitt hielten die Gäste mehr dagegen. Zwar konnte Seelze durch Dovydas Zilius in der 42. und 52. Minute und Vygandas Zilius in der 50. Minute weitere Tore erzielen. Doch Marco Weiß (43., 45.) und Kevin Fröhlich (49.) sorgten dafür, dass sich Seelze keinen größeren Vorsprung erspielen konnte. Mit einer 8:5-Führung der Hausherren ging es in den letzten Abschnitt. Im letzten Viertel versuchten die Gastgeber noch einmal alles. Aber mehr als zwei weitere Tore durch Hahnenberg in der 62. und 64. Minute gelang Seelze nicht mehr. Fröhlich konnte zudem in der 65. Minute den 10:7-Endstand markieren, sodass das Resultat am Ende zum Weiterkommen für den amtierenden deutschen Meister reichte.

    Foto: Spielszene Halle gegen Durmersheim (Quelle: 1. MBC 70/90 Halle)

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